Wer wir sind

Lernen im Aufbruch FotoUnser Netzwerk vereint kreative und engagierte Menschen aus allen Bereichen. Wir sind Mütter, Väter, LehrerInnen, SchülerInnen, SchulleiterInnen, Elternbeiräte/innen Bildungsexperten/innen, ErzieherInnen, PersonaltrainerInnen/Coaches aus verschiedenen Bereichen …. Einige von uns sind aktive GestalterInnen, andere mit uns im Austausch, viele verbreiten unsere Informationen weiter. Wir freuen uns über aktive Mitarbeit – genauso aber auch über Menschen, die gedanklich dabei sind, Ideen teilen und weitergeben.

Die aktuelle Krise hat uns als aktives Orga-Team im Jahr 2020 zunächst zum Rückzug aus öffentlichen Veranstaltungen und zum persönlichen Reflektieren gebracht. Jetzt (Mai 2021) möchten wir dazu jeweils persönliche Stellungnahmen abgeben:

Katja Knoch: „Der Start in unser Netzwerk im Jahr 2014 war der Film „Alphabet – Angst oder Liebe“. Wir haben seit dem viele Menschen vernetzt, die sich für eine andere Bildung stark machen, wir haben Ideen verbreitet, Workshops gehalten, wachgerüttelt, inspiriert. Schulen sind neue Wege gegangen, haben sich von Autoriät und heimlichen Lehrplänen („Du musst machen und lernen, was ich dir sage“) entfernt. Das war die erste Ebene des Aufbruchs.  Jetzt lassen sich viele Menschen  durch die momentane Angstverbreitung und die politische Agenda wieder in die Box der Autorität und des Gehorsams sperren. Die Angst nimmt wieder überhand, offene Diskussionen finden kaum statt. Nur  Mut und Liebe kann diese Angst überwinden! Liebe für andere Menschen, zu den Kindern, die unsere Schutzbefohlenen sind, Liebe zu dir selbst, Liebe für das Leben und Liebe für die Freiheit. Und der Mut, ein selbstbestimmtes Leben zu leben und für Liebe und Eigenverantwortung einzustehen! Der Aufbruch geht für mich jetzt in die zweite Ebene, ich bin der Meinung, wir müssen die Box verlassen und freie Lernräume für unsere Kinder auf allen Ebenen schaffen – in einer Übergangzeit auch außerhalb des Systems.“ (Die komplette Zusammenfassung, wie ich die ganze Lage beurteile, kann in diesem persönlichen Newsletter gelesen werden)

Nina Kolbe: Die Meinungen und Haltungen zur aktuellen weltweiten Krise sind unterschiedlich, auch in unserem Team, auch im Netzwerk. Unbestritten ist, dass die letzte Zeit deutlich gezeigt hat, wo die Herausforderungen in der Bildungslandschaft sind, und wie die Chancen und Ressourcen verteilt sind. Viele Akteure im Bildungsbereich helfen durch Kongresse, Fortbildungen, Material u.ä., Wege aus der Überforderung zu finden. Wir sind vor einigen Jahren angetreten, um hier in der Region den an Schule beteiligten Menschen Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Und oft ist es uns gelungen, den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen, der bei der alltäglichen Belastung im Schulalltag so schwer fällt. Ich habe so oft erlebt, wie die Vielfalt der Perspektiven auf Schule alle bereichert und wir gemeinsam die besten Lösungen finden. Das motiviert mich und lässt mich positiv nach vorrne blicken.“                                                                                                                                                                                                                               

„Sei du die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“ Mahatma Gandhi
Meine Vision ist es, dass unsere Schulen – als Katalysatoren unserer Gesellschaft – Orte der Potentialentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung werden, die von  Schülern/innen, Eltern, Lehrern/innen und Schulleitung gemeinsam gestaltet werden. In unseren Schulen werden Neugier, Freude, Kompetenz und Wissen zu einem Schmelztiegel der Entfaltung, der unsere Gesellschaft zu neuen Ufern bewegt. Ich setzte mich dafür ein, dass es ALLEN Beteiligten von Schule klar wird, welche Schlüsselrolle wir in unserer Gesellschaft einnehmen und dass wir dafür eine Haltung einnehmen.

Katja Knoch, Netzwerkgründerin, selbständige Unternehmerin  katja(at)lernen-im-aufbruch.de

Foto SabineIch sehe Schulen der Zukunft als sinnstiftende, offene Gemeinschaftshäuser wo unsere Kinder individuell gefördert und gefordert werden, wo Kreativität gelebt wird, wo eine Kultur der Wertschätzung und Anerkennung herrscht.Als Gesundheitsberaterin gebe ich Kochkurse für Kinder: die Küche als Labor, wo sie tun – also Erfahrungen sammeln, kreativ sind, demokratische Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und eine enge Gemeinschaft erleben. Auch kleine Schritte helfen, große Visionen zu verwirklichen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, Erich Kästner.
Sabine Ritter, Netzwerkerin, Elternbeirätin und Gesundheitsberaterin 
sabineritter73(at)gmx.de

Orte der Begegnung, Forscherlabore, Kulturzentren – das sind für mich die Schulen der Zukunft. Während meiner Zeit an einer Reformschule habe ich unzählige Methoden und Konzepte kennengelernt, die Kinder in ihr Potential bringen und über sich hinauswachsen lassen können. Und in meiner Arbeit als Coach erlebe ich, wie die Veränderung der inneren Haltung einer einzelnen Person Gutes für das ganze Umfeld bringen kann. Dazu sagt mir meine Lebenserfahrung: es geht um die Liebe! „Für mich gibt es zwei Konzepte: Das Konzept der Angst und das Konzept der Liebe. Und wenn wir bis jetzt mit dem Konzept der Angst gelebt haben, wird es Zeit, dieses zu verlassen.“ Pablo Pineda Ferrer (Alphabet)
Nina Kolbe, Netzwerkerin, Gymnasiallehrerin & Theaterpädagogin Geschwister-Scholl-Schule Bensheim, Coach
nina-kolbe(at)gmx.de

Unser Weg

Einer fängt an – andere gehen mit – es werden immer mehr.

WegDas offene, lebendige Netzwerk soll gelungene Beispiele verbreiten, Ideen weiterentwickeln, Menschen informieren und gegenseitig inspirieren. Wir möchten vernetzten, Anregungen für ein Umdenken geben, Menschen zusammenführen, die sich unterstützen können, Buchtipps und Links bekannt machen, Initiativen und Weiterbildungsmöglichkeiten vorstellen, die diese Vision weitertragen können. Wie kann eine Schule der Zukunft gestaltet werden? Wie lebt man den Kindern eine wertschätzende Lernkultur vor? Wie gelingt Potenzialentfaltung? Wir möchten Fragen stellen, aufmerksam machen, und bereits bestehende Lösungsansätze aufzeigen und bekannt machen. Wir wollen nicht länger jammern, sondern Wege suchen und kreieren, wie Lernlust statt Schulfrust bei Schülern, Eltern, Lehrkräften und Personalverantwortlichen hier bei uns vor Ort gefördert werden kann.